Seit dem 1. Oktober 2026 läuft „East of Eden“ bei Netflix: eine siebenteilige Miniserie nach John Steinbecks Roman „Jenseits von Eden“, mit Florence Pugh als Cathy Ames. Geschrieben hat sie Zoe Kazan, Enkelin von Elia Kazan, der 1955 den berühmten Film mit James Dean drehte. Hier finden Sie Besetzung, Folgen, Handlung und die wichtigsten Unterschiede zum Klassiker.

Das Wichtigste auf einen Blick

FrageAntwort
Start1. Oktober 2026, alle Folgen auf einmal
Wo?Exklusiv bei Netflix
Titel in Deutschland„East of Eden“ (nicht „Jenseits von Eden“)
Folgen7 (abgeschlossene Miniserie)
Länge pro Folgeca. 51 bis 68 Minuten
Altersangabeab 12 Jahren (laut kino.de)
VorlageJohn Steinbeck, „East of Eden“ (1952)
ShowrunnerZoe Kazan und Jeb Stuart
RegieGarth Davis (Folgen 1–4), Laure de Clermont-Tonnerre (Folgen 5–7)
DrehortNeuseeland (u. a. Dunedin und Ōamaru)

Die Besetzung von „East of Eden“

Im Zentrum steht Florence Pugh, bekannt aus „Oppenheimer“ und „Dune: Part Two“. Sie spielt die Hauptrolle und hat die Serie als ausführende Produzentin mitverantwortet.

RolleDarsteller/inWer ist das?
Cathy AmesFlorence PughSteht im Mittelpunkt der Adaption
Adam TraskChristopher AbbottCathys Ehemann
Charles TraskMike FaistAdams Halbbruder
LeeHoon LeeAdams Hausangestellter
Samuel HamiltonCiarán HindsAdams Nachbar im Salinas Valley
Cyrus TraskTracy LettsDer strenge Vater von Adam und Charles
FayeMartha PlimptonBordellbesitzerin in Salinas
Caleb „Cal“ TraskJoseph ZadaEiner der Zwillingssöhne
Aron TraskJoe AndersDer andere Zwilling
Abra BaconZoe PhillipsTochter von Mr. Bacon

Joe Anders ist der Sohn von Kate Winslet, wie Filmstarts anmerkt. Und Mike Faist („Challengers“) war laut einem GQ-Porträt zunächst nur für die ersten drei Folgen vorgesehen. Nachdem Netflix frühes Material gesehen hatte, wurde eine zusätzliche Folge mit ihm in Auftrag gegeben.

Worum geht es? Die Handlung ohne große Spoiler

Die Serie erzählt die Geschichte der Familie Trask vom späten 19. Jahrhundert bis zum Ersten Weltkrieg. Nach einem Auftakt mit einer schwer verletzten Frau springt sie in Rückblenden auf eine Farm in Connecticut: Die Halbbrüder Adam und Charles wachsen unter ihrem harten Vater Cyrus auf, der Adam offen bevorzugt. Aus dieser Kränkung entsteht eine Rivalität, die das ganze Leben der beiden prägt.

Jahre später schleppt sich diese Frau vor ihre Tür: Cathy Ames. Adam pflegt sie und verliebt sich, Charles misstraut ihr von Anfang an. Adam heiratet Cathy trotzdem und zieht mit ihr ins kalifornische Salinas Valley, gegen ihren Willen. Dort kommen die Zwillinge Cal und Aron zur Welt. Was danach mit Cathy, Adam und den Jungen passiert, bildet den Kern der übrigen Folgen.

Wer den Roman kennt, weiß: Im Hintergrund steht die biblische Geschichte von Kain und Abel. Zwei Brüderpaare, Charles und Adam, später Cal und Aron, ringen um die Liebe ihres Vaters. Der Titel stammt aus dem 1. Buch Mose, wo Kain nach dem Brudermord „jenseits von Eden, gegen Osten“ wohnt. Die letzte Folge heißt „Timshel“. Im Roman deutet der Hausangestellte Lee „Timshel“ so, dass der Mensch seinem Schicksal nicht ausgeliefert ist, sondern eine Wahl hat.

Die sieben Folgen

  1. Brothers
  2. Cathy
  3. In the Valley
  4. Kate
  5. Departure
  6. The Great Try
  7. Timshel

Was die Serie anders macht als der Film von 1955

Weltberühmt wurde die Verfilmung von 1955 mit James Dean. Elia Kazans Film erzählt allerdings nur das letzte Viertel des Romans, also die Geschichte von Cal und Aron. James Dean spielte Cal, es war seine erste große Kinorolle. Jo Van Fleet bekam für die Rolle der Mutter Kate einen Oscar.

Die Netflix-Serie geht einen anderen Weg:

  • Die ganze Chronologie: Die Serie erzählt beide Generationen, nicht nur die der Zwillinge. Sie lässt zwar Teile des sehr langen Buches weg, behält aber laut „Los Angeles Times“ den gesamten zeitlichen Bogen bei.
  • Cathy im Mittelpunkt: Im Roman bleibt sie eine schwer durchschaubare Figur. Die Serie stellt sie ins Zentrum und setzt manche ihrer Gedanken in konkrete Szenen um.
  • Mehr Raum für Nebenfiguren: Hoon Lee als Lee und Ciarán Hinds als Samuel Hamilton gehören laut Kritik zu den stärksten Darstellern. Die Hamilton-Familie, im Buch ein eigener Erzählstrang, ist dafür stark verkleinert.

Bereits 1981 entstand eine Fernsehfassung mit Jane Seymour als Cathy. Sie erzählte ebenfalls den ganzen Roman und gewann zwei Golden Globes.

Lohnt sich die Serie? Das sagen die Kritiken

Die Kritiken fallen überwiegend positiv aus. Auf Rotten Tomatoes liegt die Zustimmung der Kritiker bei 88 Prozent (Stand: 5. Oktober 2026), Metacritic vergibt 80 von 100 Punkten (Stand: 3. Oktober 2026). Gelobt werden vor allem Florence Pugh und die ausgebauten Nebenrollen.

Pugh sei „der Hauptgrund, einzuschalten“, schreibt Robert Lloyd in der „Los Angeles Times“ (eigene Übersetzung).

Ganz ohne Einwände bleibt es nicht. Derselbe Kritiker findet die Inszenierung zu erdgebunden, die Landschaft zu trist, und bemängelt, dass die Kain-und-Abel-Motive in der Geschichte von Cal und Aron kaum zünden.

Weitere Netflix-Neuheiten bei uns: der Überblick zu „Unabomber“ auf Netflix oder zum Remake von „Unsere kleine Farm“.

Häufige Fragen zu „East of Eden“

Gibt es eine zweite Staffel?

„East of Eden“ ist als Miniserie mit sieben Folgen konzipiert.

Muss ich das Buch oder den Film kennen?

Nein. Die Handlung umfasst beide Generationen der Familie Trask, von den Brüdern Adam und Charles bis zu den Zwillingen. Wer den Film von 1955 kennt, erlebt die Geschichte von Cal und Aron aber mit deutlich mehr Vorgeschichte.

Wo wurde gedreht?

Gedreht wurde in Neuseeland. Die Dreharbeiten begannen im Oktober 2024, unter anderem in Dunedin und Ōamaru auf der Südinsel, und endeten im März 2025.