„Verity – Dunkle Geheimnisse“ läuft seit Donnerstag, 1. Oktober 2026, in den deutschen Kinos. Der Thriller nach dem Bestseller von Colleen Hoover dauert 117 Minuten, also knapp zwei Stunden, und ist ab 12 Jahren freigegeben. Anne Hathaway, Dakota Johnson und Josh Hartnett spielen die Hauptrollen. Länge, FSK, Besetzung, Kritiken und die wichtigsten Unterschiede zum Buch im Überblick.

„Verity“ auf einen Blick: Länge, FSK, Kinostart

MerkmalAngabe
Deutscher TitelVerity – Dunkle Geheimnisse (Original: Verity)
Kinostart Deutschland1. Oktober 2026 (USA: 2. Oktober)
Länge117 Minuten
AltersfreigabeFSK 12 (USA: R-Rating)
RegieMichael Showalter
DrehbuchNick Antosca
HauptrollenAnne Hathaway, Dakota Johnson, Josh Hartnett
VorlageRoman „Verity“ von Colleen Hoover (2018)
VerleihSony Pictures (Deutschland), Amazon MGM Studios (USA)
AbspannszeneKeine

Wie lang ist „Verity“?

Die Laufzeit liegt bei 117 Minuten. So steht es in den deutschen Kinoprogrammen und im Eintrag bei kino-zeit.de. Das sind 1 Stunde und 57 Minuten. Einzelne Portale nennen 114, ca. 118 oder rund 120 Minuten. Werbung und Trailer kommen im Kino noch hinzu.

Sitzenbleiben müssen Sie am Ende nicht. Eine Szene nach dem Abspann gibt es laut dem US-Portal Just Jared nicht. Das brasilianische Magazin Exame meldet dasselbe für den laufenden Abspann.

FSK 12 in Deutschland, R-Rating in den USA

Auffällig ist der Unterschied bei der Altersfreigabe. In den USA bekam „Verity“ ein R-Rating, Jugendliche unter 17 dürfen dort nur in Begleitung eines Erwachsenen ins Kino. Begründet wird das mit sexuellen Inhalten, etwas Nacktheit, Sprache, Gewalt und blutigen Bildern. Die deutsche FSK gab den Film dagegen ab 12 Jahren frei, wie Schnittberichte.com schon im September meldete.

Ein Kinderfilm ist „Verity“ deshalb nicht. Es geht um den Tod eines Kindes, um eine Affäre und um eine Ehe voller Misstrauen. Eltern, die mit Zwölf- oder Dreizehnjährigen ins Kino wollen, sollten das wissen.

Worum geht es?

Lowen Ashleigh (Dakota Johnson) ist Autorin und steht kurz vor dem finanziellen Ruin. Dann kommt ein Angebot, das sie kaum ablehnen kann: Sie soll die Erfolgsreihe der Bestsellerautorin Verity Crawford (Anne Hathaway) zu Ende schreiben. Verity selbst kann das seit einem Autounfall nicht mehr. Den Auftrag bringt ihr Mann Jeremy (Josh Hartnett). Lowen zieht dafür auf das abgelegene Anwesen der Familie im verschneiten Vermont.

Beim Sichten der Unterlagen stößt Lowen auf ein Manuskript, das wie Veritys Autobiografie aussieht. Was darin steht, verändert ihren Blick auf die Frau, deren Bücher sie weiterschreiben soll. Zugleich kommt sie Jeremy näher. Bald weiß Lowen nicht mehr, was in diesem Haus wahr ist und was erfunden.

Besetzung: Wer spielt wen?

  • Anne Hathaway als Verity Crawford, gefeierte Thrillerautorin
  • Dakota Johnson als Lowen Ashleigh, die Ghostwriterin
  • Josh Hartnett als Jeremy Crawford, Veritys Ehemann
  • Brady Wagner als Crew Crawford, der Sohn
  • Ismael Cruz Córdova als Corey

Hathaway gehört außerdem zu den Produzenten, ebenso Colleen Hoover selbst. Die Filmmusik stammt von einem Deutschen: Volker Bertelmann, der 2023 für „Im Westen nichts Neues“ den Oscar gewann. Gedreht wurde von Februar bis April 2025. Der US-Start war zunächst für Mai 2026 geplant und wanderte dann in den Herbst.

Was der Film am Buch ändert

Wer den Roman kennt, erkennt die Geschichte sofort wieder. Drei Änderungen fallen trotzdem auf. Vorsicht: Ab hier folgen leichte Spoiler zu Buch und Film.

  • Zwei Kinder statt drei. Im Buch haben Verity und Jeremy die Zwillingstöchter Harper und Chastin sowie den jüngeren Sohn Crew. Der Film streicht Chastin und macht Harper und Crew zu Zwillingen, wie unter anderem AlloCiné berichtet.
  • Kaum noch Schlafwandeln. Im Roman schlafwandelt Lowen, was dem Haus eine zusätzliche Unheimlichkeit gibt. Die Szenen wurden gedreht, landeten aber größtenteils nicht im fertigen Film. Dakota Johnson sagte dem Sender E! News sinngemäß, jemandem beim Schlafwandeln zuzusehen sei nicht besonders spannend.
  • Erotik zurück im Drehbuch. Regisseur Showalter erzählte dem Branchenblatt Variety, er habe erotische Elemente der Vorlage wieder ins Drehbuch geholt. Dazu kommt ein Kuss zwischen den Figuren von Hathaway und Johnson. Er stand nicht im ursprünglichen Drehbuch, die beiden haben ihn am Set improvisiert.

Das Ende: Manuskript oder Brief?

Achtung, Spoiler: Wer den Film noch sehen will, überspringt diesen Abschnitt.

Über das Ende streiten Leserinnen und Leser seit Jahren. Erst liest Lowen das Manuskript, in dem sich Verity als Täterin beschreibt. Nach Veritys Tod findet sie einen versteckten Brief. Darin erklärt Verity, das Manuskript sei nur eine Schreibübung gewesen, geschrieben aus der Sicht einer Bösewichtin, und nicht sie sei die Gefahr im Haus, sondern Jeremy. Lowen behält den Brief für sich. Welche Version stimmt, bleibt offen.

Der Film hält an dieser Zweideutigkeit fest. Showalter sagte, man bekomme drei verschiedene Versionen der Geschichte, und er habe sich nicht auf eine Seite schlagen wollen. Anders als der Roman zeigt er zusätzlich, was unmittelbar nach Veritys Tod geschieht; das Buch springt an dieser Stelle sieben Monate weiter. Hoover selbst hat nie erklärt, welche Version stimmt. Unter Fans heißen die Lager „Team Manuskript“ und „Team Brief“. Ein Bonuskapitel, das sie 2022 nachreichte, lässt Jeremy allerdings in einem dunkleren Licht erscheinen.

Kritiken: Lohnt sich „Verity“?

Die Kritiken fallen eher verhalten aus. Bei Rotten Tomatoes waren zuletzt 40 Prozent von 87 ausgewerteten Kritiken positiv, Metacritic kommt bei 28 Kritiken auf 45 von 100 Punkten (Stand: 2. Oktober 2026). Filmstarts vergibt 3 von 5 Sternen und nennt den Film „solide“: Das Star-Trio mache Spaß, dem Thriller fehle aber der Mut zum echten B-Movie-Überschwang. Am deutlichsten schwächle der Film bei seiner erotischen Seite.

Für Fans des Romans ist wichtig: Die Verfilmung bleibt nah an der Vorlage.

Wann kommt „Verity“ ins Streaming?

Ein Streaming-Termin ist bislang nicht angekündigt, der Film läuft zunächst exklusiv im Kino. In den USA bringt Amazon MGM Studios den Film heraus, hierzulande Sony.

Schon die vierte Hoover-Verfilmung im Kino

„Verity“ ist der vierte Kinofilm nach einem Roman von Colleen Hoover. Den Anfang machte 2024 „Nur noch ein einziges Mal“ mit Blake Lively. 2025 folgte „All das Ungesagte zwischen uns“, im März 2026 „Für immer ein Teil von dir“. Nach drei Liebesdramen ist „Verity“ nun ein Thriller. Das Budget gibt das US-Portal Moviefone mit 40 Millionen Dollar an.

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