Fünf Jahre nach dem Kinostart von „No Way Home“ ist Spider-Man zurück auf der großen Leinwand – und der Start hat es in sich: „Spider-Man: Brand New Day“ spielte an seinem ersten Wochenende weltweit rund 927 Millionen US-Dollar ein und legte damit laut Studioschätzungen den zweitbesten Kinostart aller Zeiten hin. In Deutschland läuft der vierte Solofilm mit Tom Holland seit dem 29. Juli 2026. Hier finden Sie die wichtigsten Fakten zu Handlung, Besetzung, FSK und Laufzeit – und zu dem Geheimnis, das Marvel bis zum Kinostart streng gehütet hat.
Das Wichtigste in Kürze
| Fakt | Detail |
|---|---|
| Kinostart (Deutschland) | 29. Juli 2026 |
| Regie | Destin Daniel Cretton („Shang-Chi“) |
| Drehbuch | Chris McKenna & Erik Sommers |
| Hauptrollen | Tom Holland, Zendaya, Sadie Sink |
| Laufzeit | rund 145 Minuten |
| FSK | freigegeben ab 12 Jahren |
| Verleih | Sony Pictures Germany |
| Startwochenende (weltweit) | ca. 927 Mio. US-Dollar |
927 Millionen Dollar: der zweitbeste Kinostart aller Zeiten
Die Erwartungen waren hoch, das Ergebnis übertrifft sie deutlich. Nach Studioschätzungen, über die unter anderem der „Spiegel“ berichtete, brachte „Brand New Day“ an seinem Startwochenende weltweit rund 927 Millionen US-Dollar ein. Nur „Avengers: Endgame“ (2019) startete mit etwa 1,2 Milliarden Dollar besser.
Allein in Nordamerika kamen am ersten Wochenende rund 355 Millionen Dollar zusammen – nach späteren Hochrechnungen von Branchenblatt „Variety“ sogar etwas mehr, womit der Film dort den bisherigen Startrekord von „Endgame“ (357 Mio.) knackte. Die internationalen Märkte steuerten etwa 572 Millionen Dollar bei, angeführt von China. In Deutschland lösten am Startwochenende rund 1,1 Millionen Menschen ein Ticket, mit den frühen Vorstellungen ab Mittwoch waren es sogar rund 1,4 Millionen.
Bemerkenswert: Diese Zahlen kamen zustande, obwohl der Film in den USA ohne IMAX-Säle auskommen musste – die waren noch von Christopher Nolans „Die Odyssee“ belegt. Auch bei der Kritik kommt der Film gut weg: Auf dem Portal Rotten Tomatoes stehen 90 Prozent positive Kritiken, das Publikum vergibt sogar 98 Prozent. Zum Vergleich: Vorgänger „No Way Home“ spielte 2021/22 weltweit über 1,9 Milliarden Dollar ein und war der erste Film seit Beginn der Pandemie, der die Milliardenmarke knackte.
Worum geht es in „Brand New Day“?
Der Titel ist Programm. Am Ende von „No Way Home“ ließ Peter Parker (Tom Holland) durch einen Zauber von Doctor Strange die ganze Welt vergessen, wer er ist – auch seine große Liebe MJ (Zendaya) und seinen besten Freund Ned (Jacob Batalon). In der Filmhandlung sind seither rund vier Jahre vergangen: Peter lebt nun anonym, kümmert sich in Vollzeit als freundliche Spinne aus der Nachbarschaft um das Verbrechen in New York – und muss verkraften, dass die Menschen, die ihm am wichtigsten waren, ihn nicht mehr kennen.
Regisseur Destin Daniel Cretton, bekannt durch „Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings“, übernimmt den Posten von Jon Watts, der die ersten drei Teile inszeniert hatte. Statt großem Multiversum-Spektakel rückt er den Helden wieder näher an den Boden – verspricht aber trotzdem Action: Spidey bekommt es unter anderem mit der Ninja-Truppe „The Hand“ und mit Scorpion zu tun und trifft dabei auf bekannte MCU-Gesichter.
Die Besetzung von „Spider-Man: Brand New Day“
Neben Holland, Zendaya und Batalon holt Marvel gleich mehrere prominente Namen an Bord. Wer im vierten Teil mitspielt:
- Tom Holland – Peter Parker / Spider-Man
- Zendaya – MJ
- Jacob Batalon – Ned Leeds
- Jon Bernthal – Frank Castle / The Punisher
- Mark Ruffalo – Bruce Banner / Hulk
- Michael Mando – Mac Gargan / Scorpion
- Sadie Sink – eine lange geheim gehaltene Rolle (mehr dazu gleich)
- Tramell Tillman, Liza Colón-Zayas, Marvin Jones III – in weiteren Rollen
Das Drehbuch stammt erneut aus der bewährten Feder von Chris McKenna und Erik Sommers. Der Film gilt als Auftakt einer geplanten neuen Trilogie rund um Hollands Peter Parker.
Achtung, Spoiler: Wen spielt Sadie Sink?
Über kaum eine Rolle wurde vor dem Start so viel spekuliert wie über die von „Stranger Things“-Star Sadie Sink. Marvel hielt die Antwort bis zum Kinostart konsequent unter Verschluss. Wer sich die Auflösung aufheben möchte, überspringt den nächsten Absatz.
Sadie Sink spielt Jean Grey – und damit eine der mächtigsten Figuren aus dem X-Men-Kosmos. Im Film tritt sie zunächst als mysteriöse Gegenspielerin auf, bevor ihre wahre Identität enthüllt wird. Nach Famke Janssen und Sophie Turner ist Sink bereits die dritte Schauspielerin, die Jean Grey in einem Kinofilm verkörpert.
Für das MCU ist das ein kleiner Meilenstein: Mit dieser Figur setzt Marvel einen ersten Fuß in die Tür zur lange erwarteten Mutanten-Ära. Details lässt der Film bewusst offen – vieles dürfte sich erst in den kommenden Marvel-Produktionen klären.
Wie hängt der Film mit „Avengers: Doomsday“ zusammen?
Diese Frage stellen sich gerade viele Fans, denn Marvel schließt 2026 mit einem Doppelschlag ab. Ein offizielles, direktes Bindeglied zwischen „Brand New Day“ und dem großen Crossover hat das Studio bislang nicht bestätigt. Der wahrscheinlichste Faden ist die Rolle von Sadie Sink, die auf eine neue Mutanten-Generation im MCU hindeutet. Zur Einordnung die kommenden Kino-Termine:
- „Avengers: Doomsday“ – Kinostart in Deutschland: 16. Dezember 2026
- „Avengers: Secret Wars“ – Kinostart in Deutschland: 15. Dezember 2027
Bis dahin läuft „Brand New Day“ als vergleichsweise bodenständiger Solofilm – man muss also nicht das gesamte MCU auswendig kennen, um mitzukommen. Wer den Kontext auffrischen will, dem genügt in erster Linie „No Way Home“.
Lohnt sich der Kinobesuch?
Kurz gesagt: starke Kritiken, Bestnoten vom Publikum, ein historischer Start. Mit rund 145 Minuten Laufzeit und einer Freigabe ab 12 Jahren ist „Brand New Day“ ein klassischer Sommer-Blockbuster – aktuell in den deutschen Kinos. Wer auf Superheldenkino steht, findet hier eine emotionalere, geerdete Variante von Spider-Man mit reichlich Anknüpfungspunkten für die MCU-Zukunft.
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Quellen und weiterführende Infos: FilmStarts, Moviepilot und GameStar.
