Eine Schafherde, ein toter Schäfer und jede Menge Verdächtige: „Glennkill: Ein Schafskrimi“ läuft seit dem 8. Juli 2026 im Prime-Video-Abo – nur knapp zwei Monate nach dem deutschen Kinostart. Der Film nach dem Bestseller von Leonie Swann hat sich dort umgehend an die Spitze der Amazon-Charts gesetzt. Hier finden Sie alles Wichtige zu Start, Besetzung und Handlung.
Start bei Prime Video: Seit dem 8. Juli 2026 im Abo
Amazon hat sich mit der Auswertung nicht lange Zeit gelassen. Am 14. Mai 2026 startete „Glennkill: Ein Schafskrimi“ in den deutschen Kinos, seit dem 8. Juli ist er ohne Aufpreis im Prime-Abo abrufbar, wie unter anderem fernsehserien.de dokumentiert. Ein Fenster von rund acht Wochen zwischen Kino und Streaming-Abo ist ungewöhnlich kurz. Ganz überraschend kommt es aber nicht: In den USA bringt Amazon MGM Studios den Film in die Kinos – dass er danach zügig im konzerneigenen Streaming-Abo auftaucht, passt ins Bild.
Der Plan ging offenbar auf. Kurz nach dem Streaming-Start kletterte die Krimikomödie laut Giga auf Platz 1 der deutschen Amazon-Streaming-Charts.
Darum geht es in „Glennkill“
Eines Morgens liegt Schäfer George Hardy tot auf seiner Weide. Die Polizei tappt im Dunkeln – seine Schafherde allerdings nicht. Der Kniff der Vorgeschichte: George hat seinen Tieren jeden Abend Krimis vorgelesen, fest davon überzeugt, dass sie ihn ohnehin nicht verstehen. Genau das taten sie aber. Entsprechend geschult beschließt die Herde, eigene Ermittlungen zu starten – und diskutiert fortan leidenschaftlich über Motive, Spuren und Verdächtige.
Die Dorfbewohner werden von echten Schauspielern gespielt, den Schafen leihen Hollywood-Stars ihre Stimmen. Aus dem Wechselspiel zwischen ernst gemeintem Whodunit und Schafslogik bezieht der Film seinen Humor. Freigegeben ist er ab 6 Jahren (FSK 6), die Laufzeit beträgt 109 Minuten.
Die Besetzung: Hugh Jackman, Emma Thompson – und Schafe mit Star-Stimmen
Vor der Kamera ist der Film prominent besetzt: Hugh Jackman spielt den Schäfer George Hardy, Emma Thompson die Anwältin Lydia Harbottle. Dazu kommen Nicholas Braun („Succession“) als Polizist Tim Derry, Nicholas Galitzine als Reporter Elliot Matthews, Molly Gordon als Rebecca Hampstead und Hong Chau als Wirtin Beth Pennock.
Mindestens genauso namhaft ist die Herde. In der Originalfassung sprechen unter anderem Julia Louis-Dreyfus, Bryan Cranston und Patrick Stewart die Schafe; in der deutschen Fassung übernehmen bekannte Comedy- und Synchronstimmen:
| Schaf | Originalstimme | Deutsche Stimme |
|---|---|---|
| Lily | Julia Louis-Dreyfus | Anke Engelke |
| Mopple | Chris O'Dowd | Bastian Pastewka |
| Sebastian | Bryan Cranston | Douglas Welbat |
| Sir Richfield | Patrick Stewart | Joachim Tennstedt |
| Cloud | Regina Hall | nicht bekannt |
| Zora | Bella Ramsey | nicht bekannt |
Regie führte Kyle Balda, bekannt als Regisseur von „Minions“. Das Drehbuch stammt von Craig Mazin – dem Kopf hinter den Serienerfolgen „Chernobyl“ und „The Last of Us“. Gedreht wurde im Sommer 2024 in England, unter anderem in den Shepperton Studios.
Vom deutschen Bestseller nach Hollywood
Die Vorlage stammt aus Deutschland: Leonie Swanns Roman „Glennkill“ erschien 2005 und wurde zum Überraschungserfolg – die Taschenbuchausgabe hielt sich 2007 monatelang auf Platz 1 der deutschen Bestsellerliste. Dass ausgerechnet ein deutscher Schafskrimi als „The Sheep Detectives“ (so der Originaltitel) mit Hollywood-Stars verfilmt wurde, ist die eigentliche Pointe dieser Geschichte.
Bekannte Buch- und Serienstoffe im Streaming hatten wir zuletzt öfter im Blick – von „22 Bahnen“ über das Remake von „Unsere kleine Farm“ bis zu „Avatar – Der Herr der Elemente“.
Wie gut ist „Glennkill: Ein Schafskrimi“?
Die Kritiken fielen ungewöhnlich gut aus. Auf Rotten Tomatoes steht der Film bei 95 Prozent Zustimmung von rund 200 Kritikern, das Publikum bewertet ihn dort mit 96 Prozent sogar noch besser. Bei Metacritic kommt er auf 72 von 100 Punkten. Das Portal Moviepilot spricht von einer der größten Film-Überraschungen des Jahres.
An den Kinokassen kam einiges zusammen: Bei einem Budget von rund 75 Millionen US-Dollar spielte er laut Wikipedia weltweit etwa 130 Millionen US-Dollar ein.
Die wichtigsten Fragen im Überblick
Ist „Glennkill“ im Prime-Abo enthalten?
Ja. Seit dem 8. Juli 2026 ist der Film in Deutschland ohne Zusatzkosten im Prime-Video-Abo enthalten.
Für wen eignet sich der Film?
Die FSK hat den Film ab 6 Jahren freigegeben. Der Mordfall im Zentrum ist allerdings ernst gemeint; das sollten Eltern sehr kleiner Kinder wissen.
Gibt es das Buch weiterhin?
Wer nach dem Film Lust auf mehr hat: Die Vorlage von 2005 hat mit „Garou“ (2010) eine Fortsetzung bekommen, ebenfalls von Leonie Swann.
