Der Auftakt der Thüringer Krimireihe „Tod am Rennsteig – Auge um Auge“ lief am Donnerstag, 16. Juli 2026, um 20:15 Uhr noch einmal im Ersten. Kein Wunder also, dass viele Zuschauer danach nach Handlung, Besetzung und Drehorten gesucht haben. Hier bekommen Sie den kompakten Überblick – ohne die entscheidende Auflösung zu verraten.
Der Film ist der erste von bisher zwei Fällen rund um die Kriminalpsychologin Annett Schuster und den Fallanalytiker Jan Kawig. Seine Erstausstrahlung hatte „Auge um Auge“ bereits am 9. März 2023 – damals schalteten 6,63 Millionen Menschen ein, ein Marktanteil von 23,8 Prozent. Die Wiederholung im Sommer 2026 hat den Krimi noch einmal ins Gespräch gebracht.
Worum geht es in „Auge um Auge“?
Kriminalpsychologin Annett Schuster kehrt aus den USA nach Thüringen zurück und stößt in Erfurt zur Operativen Fallanalyse (OFA) – jener Einheit, die Täter nicht über klassische Polizeiroutine, sondern über deren Denkmuster fasst. Ihr erster Fall führt das Team an einen mysteriösen Fundort: eine gefesselte Leiche, dazu religiöse Symbole und Botschaften, die auf den biblischen Grundsatz „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ verweisen.
Schnell wird klar, dass der Täter seine Opfer nicht zufällig wählt. Die Spuren führen ins Umfeld der Justiz – unter den Toten ist ein Richter, der für harte Urteile bekannt war. Ein Racheplan zeichnet sich ab, und der Mörder scheint die Ermittler mit jeder neuen Botschaft gezielt herauszufordern. Statt auf Verfolgungsjagden setzt der Film auf psychologische Ermittlungsarbeit: Schuster und Kawig müssen verstehen, warum jemand so tötet, bevor sie ihn stoppen können.
Die Besetzung im Überblick
Im Zentrum steht das ungleiche Ermittler-Duo. Kristin Suckow spielt die zurückgekehrte Psychologin Annett Schuster, Bernhard Conrad den bodenständigen Fallanalytiker Jan Kawig. Beide führen ein Team, das den Fall aus verschiedenen Blickwinkeln aufrollt.
| Rolle | Darsteller/in |
|---|---|
| Annett Schuster (Kriminalpsychologin) | Kristin Suckow |
| Jan Kawig (Fallanalytiker) | Bernhard Conrad |
| Marion Dörner (OFA-Leiterin) | Anne-Kathrin Gummich |
| Sabine Limmer (Kriminalkommissarin) | Berit Künnecke |
| Vanessa Sun (Gerichtsmedizinerin) | Jing Xiang |
| Raimund Kawig (Jans Vater) | Uwe Preuss |
Regie führte Maris Pfeiffer, das Drehbuch stammt von Jens Köster. Produziert wurde der rund 88 Minuten lange Fernsehfilm für die ARD Degeto.
Drehorte: der Rennsteig und Thüringens Kulissen
Der Titel ist Programm: Gedreht wurde dort, wo der Krimi auch spielt – in Thüringen. Der Rennsteig, der bekannte Höhenwanderweg über den Kämmen des Thüringer Waldes, gibt der Reihe ihren Namen und ihre raue, waldige Atmosphäre. Dazu kommen markante Schauplätze der Region.
- Erfurt und Weimar – die Landeshauptstadt und die Klassikerstadt als städtische Kulissen.
- Wartburg bei Eisenach – die berühmte Burg hoch über der Stadt am Rand des Thüringer Waldes.
- Drachenschlucht – die enge, moosgrüne Felsschlucht nahe Eisenach.
- Gottesackerkirche – eine Kirche, die dem Film seine sakrale Note gibt und zum „Auge um Auge“-Motiv passt.
Diese Mischung aus Wald, Fels und alten Gemäuern sorgt für die düstere Stimmung, die die Reihe von vielen anderen Freitags- und Donnerstagskrimis abhebt.
„Tod am Rennsteig“: Alle Filme der Reihe
Bislang gibt es zwei Fälle mit Schuster und Kawig. Der erste stellte die Figuren vor, der zweite baute die Reihe aus.
| # | Titel | Erstausstrahlung |
|---|---|---|
| 1 | Tod am Rennsteig – Auge um Auge | 9. März 2023 |
| 2 | Tod am Rennsteig – Haus der Toten | 13. März 2025 |
Wer nach „Auge um Auge“ Lust auf mehr hat, findet mit „Haus der Toten“ die direkte Fortsetzung. Ob und wann ein dritter Fall folgt, ist bislang nicht offiziell bestätigt.
Warum der Krimi jetzt wieder lief
Neue Folge oder Erstausstrahlung? Weder noch: Bei der Ausstrahlung am 16. Juli 2026 handelte es sich um eine Wiederholung des Auftaktfilms von 2023. Solche Sommer-Wiederholungen erfolgreicher Reihen sind im Ersten üblich – und sie schicken jedes Mal viele Zuschauer ins Netz, die Besetzung, Drehorte oder die Reihenfolge der Filme nachschlagen wollen. Nach der TV-Ausstrahlung landen die Filme der Reihe in der Regel für eine Weile in der ARD Mediathek, sodass sich der Fall auch im Anschluss noch streamen lässt.
Lohnt sich der Film?
Die Zahlen der Erstausstrahlung sprechen für sich: Mit 6,63 Millionen Zuschauern und fast einem Viertel Marktanteil war „Auge um Auge“ 2023 ein klarer Quotenerfolg. Der Reiz liegt weniger in Action als im Profiling – wer Krimis mit psychologischer Tiefe und regionalem Kolorit mag, ist hier richtig. Etwas mehr Leichtigkeit gefällig? Dann lohnt der Blick auf den tierisch-schrägen „Glennkill“-Schafskrimi bei Prime Video. Wer lieber streamt statt im TV zu warten, findet auch bei „22 Bahnen“ auf Netflix und in Staffel 2 von „Avatar – Der Herr der Elemente“ Nachschub für den Fernsehabend.
Quellen und weitere Details: Wikipedia, ARD Degeto und TV Movie.
