„Tiroler Blut“ ist die neue Donnerstagskrimi-Reihe im Ersten: Ursula Strauss spielt die Innsbrucker Chefinspektorin Fanny Gruber, deren Familie seit drei Generationen bei der Polizei ist. Der Auftakt „Der erste Schuss“ lief am 8. Oktober 2026, der zweite Film „Am Abgrund“ folgt am Donnerstag, 15. Oktober, um 20:15 Uhr. Hier finden Sie Besetzung, Handlung beider Filme und alle Sendetermine.

Sendetermine: Wann läuft „Tiroler Blut“?

Die Reihe ist eine Koproduktion von ARD Degeto und ORF. In Österreich lief sie bereits drei Tage früher an, jeweils montags in ORF 1. In Deutschland zeigt Das Erste die beiden Filme am Donnerstagabend im Krimi-Sendeplatz.

FilmDas ErsteORF 1
Folge 1: „Der erste Schuss“Do, 8. Oktober 2026, 20:15 UhrMo, 5. Oktober 2026, 20:15 Uhr
Folge 2: „Am Abgrund“Do, 15. Oktober 2026, 20:15 UhrMo, 12. Oktober 2026, 20:15 Uhr

Wer nicht warten will: Beide Filme sind bereits in der ARD Mediathek abrufbar. „Der erste Schuss“ steht dort laut ms-aktuell bis zum 6. Januar 2027. In Österreich stellt ORF ON jede Folge 24 Stunden vor der TV-Ausstrahlung online.

Die Besetzung: Wer spielt wen?

Im Mittelpunkt steht die Familie Gruber, die in Innsbruck mit drei Generationen unter einem Dach lebt. Die zentralen Rollen im Überblick:

Schauspieler/inRolle
Ursula StraussChefinspektorin Fanny Gruber
Noah L. PerktoldTobi Gruber, Fannys Sohn, junger Polizist
Allegra TinnefeldAnna Gruber, Fannys Tochter
Sven-Eric BechtolfHannes Gruber, Fannys Vater, pensionierter Polizist
Kai Ivo BaulitzGünter, Fannys Ex-Mann
Alina FritschPolizistin Ruth Fuchs

Gastrollen in „Der erste Schuss“

  • Marlene Hauser als Nadine Prantl
  • Dominic Marcus Singer als Lukas Prantl
  • Aaron Karl als Markus Prantl
  • außerdem Harald Schrott, Susanne Michel, Rina Juniku, Klaus Windisch, Aaron Murrer, Emilia Poetsch und Jakob Seeböck

Gastrollen in „Am Abgrund“

  • Cornelius Obonya als Immobilienmanager Benedikt Renner
  • Julia Novohradsky als seine Tochter Emily
  • Martin Leutgeb als Peter Koydl, Vater der verstorbenen Clara
  • Mona Kospach als Renners neue Frau
  • außerdem Klaus Windisch und Zoe Moore

Handlung von „Der erste Schuss“ (ohne Auflösung)

Tobi Gruber wird bei einem seiner ersten Einsätze allein zu einem Familienstreit gerufen. Der betrunkene Familienvater Lukas Prantl wird aggressiv und droht, seinen Hund auf den jungen Polizisten loszulassen. Tobi schießt. Der Hund stirbt, Prantl wird lebensgefährlich verletzt.

Dann sagt Nadine Prantl aus, Tobi habe gezielt auf ihren Mann geschossen. Gegen Tobi wird intern ermittelt, und er selbst ist sich nicht mehr sicher, was genau passiert ist. Fanny soll sich als befangene Mutter heraushalten. Sie ermittelt trotzdem auf eigene Faust und setzt damit ihre Stellung aufs Spiel.

Handlung von „Am Abgrund“ (ohne Auflösung)

Im zweiten Film ist bei den Grubers etwas Ruhe eingekehrt. Anna kommt nach einem Jahr auf Reisen zurück auf den Hof der Familie. Ihre beste Freundin Clara ist vor vier Monaten unter ungeklärten Umständen ums Leben gekommen: Sie stürzte in den Firmenräumen des Immobilienmanagers Benedikt Renner vom Balkon.

Dann wird ausgerechnet Renners Tochter Emily entführt. Die Entführer verlangen eine Million Euro, für einen Immobilien-Tycoon auffällig wenig, und dazu inoffizielle Geschäftsunterlagen, die Renner gefährlich werden könnten. Der ORF beschreibt die Wendung so:

„Bald erkennt Fanny jedoch, dass Renner nicht mit offenen Karten spielt.“

Daraus entwickelt sich die zentrale Frage des Films: Hängen Renners Geheimnisse mit Claras Tod zusammen?

Wie kommt die Reihe an?

In Österreich lief der Start gut. Laut ORF sahen „Der erste Schuss“ im Schnitt 658.000 Menschen, in der Spitze 679.000 (vorläufige Werte). Das entsprach 25 Prozent Marktanteil, bei den 12- bis 29-Jährigen sogar 27 Prozent.

Die Kritik fällt gemischter aus. Tilmann P. Gangloff zieht auf evangelisch.de über den Auftakt dieses Fazit: „ganz normaler Krimi, durchaus sehenswert zwar, aber nicht weiter ungewöhnlich“. Gelobt wird, wie ernst der Film die Schuldfrage nimmt. Den zweiten Teil hält Rainer Tittelbach auf tittelbach.tv für packender als den Auftakt, vor allem wegen Ursula Strauss, die in Obonya „einen würdigen Gegner“ bekomme. Das Schlussbild sei allerdings „der pure Kitsch“.

Hinter der Kamera und Drehorte

  • Regie: Matthias Tiefenbacher
  • Drehbuch: Christian Jeltsch
  • Kamera: Hanno Lentz
  • Musik: Martina Eisenreich
  • Produktion: filmpool fiction und Rundfilm, für ARD Degeto und ORF
  • Drehorte: Gedreht wurde 2025 in Tirol und Wien, Schauplatz ist Innsbruck
  • Länge: rund 90 Minuten pro Film

Gibt es weitere Folgen?

Gedreht wurden laut news.at nur diese zwei Filme. Ursula Strauss sagt dort: „Ich hoffe, dass es auf Langfristigkeit angelegt ist, aber in diesen unsicheren Zeiten gibt es wenig Planungssicherheit.“

Noch mehr TV-Tipps: Lesen Sie auch unseren Überblick zum Krimi „Tod am Rennsteig: Auge um Auge“, zu „Briefe aus dem Jenseits“ mit Heino Ferch oder zur ZDFneo-Serie „Nine to Five – Das Amt“.