Die Uhren werden in der Nacht von Samstag auf Sonntag, den 25. Oktober 2026, zurückgestellt: um 3 Uhr Sommerzeit (MESZ) auf 2 Uhr Normalzeit (MEZ). Die Nacht ist also eine Stunde länger. Abgeschafft ist die Zeitumstellung damit nicht: Die EU-Pläne dazu hängen seit 2019 fest.

Wann wird die Zeit umgestellt? Das Datum 2026

Die Sommerzeit endet in der EU immer am letzten Sonntag im Oktober. 2026 ist das der 25. Oktober, also der frühestmögliche Termin, denn der letzte Oktobersonntag kann nur zwischen dem 25. und dem 31. liegen.

Konkret läuft es so: Wenn die Uhr in der Nacht auf Sonntag 3 Uhr erreicht, springt sie zurück auf 2 Uhr. Die Stunde zwischen 2 und 3 Uhr gibt es in dieser Nacht also zweimal. Danach gilt wieder die mitteleuropäische Zeit, umgangssprachlich „Winterzeit“ genannt. Offiziell ist sie die Normalzeit, die Sommerzeit ist die Ausnahme.

FrageAntwort
DatumSonntag, 25. Oktober 2026
Uhrzeit3:00 Uhr MESZ wird 2:00 Uhr MEZ
RichtungEine Stunde zurück
FolgeNacht eine Stunde länger, morgens früher hell, abends früher dunkel
Nächste UmstellungSonntag, 28. März 2027 (2 Uhr wird 3 Uhr)

Vor oder zurück? Die einfache Eselsbrücke

Eine verbreitete Merkhilfe stammt aus dem Garten: Im Frühjahr stellt man die Gartenmöbel vor die Tür, im Herbst wieder zurück in den Schuppen. Genauso die Uhr.

Welche Uhren muss ich selbst umstellen?

Die meisten Geräte erledigen das inzwischen allein. Ein kurzer Check am Sonntagmorgen schadet trotzdem nicht.

  • Smartphone, Tablet, Computer: stellen sich normalerweise automatisch um, sofern die automatische Zeitzone bzw. Netzwerkzeit aktiviert ist.
  • Funkuhren: empfangen das Zeitsignal des Langwellensenders DCF77 im hessischen Mainflingen, über den die gesetzliche Zeit der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) verbreitet wird. Sie springen in der Nacht von selbst um.
  • Selbst stellen müssen Sie oft: die Uhr im Auto, am Backofen oder an der Mikrowelle, ältere Wecker, Zeitschaltuhren und manche Heizungs- oder Kamerasteuerungen.

Gerade bei Zeitschaltuhren lohnt sich der Blick: Licht, Heizung oder Bewässerung laufen sonst eine Stunde neben dem gewohnten Rhythmus.

Warum gibt es die Zeitumstellung immer noch?

Abgeschafft werden sollte sie eigentlich längst. Ein kurzer Überblick, wie es dazu kam:

  1. 2018: Die EU-Kommission startet eine öffentliche Online-Umfrage. Rund 4,6 Millionen Menschen machen mit, mehr als 80 Prozent sind für ein Ende der Umstellung. Allerdings kamen etwa zwei Drittel aller Antworten aus Deutschland. Im September 2018 schlägt die Kommission vor, die saisonale Zeitumstellung abzuschaffen.
  2. 26. März 2019: Das Europäische Parlament stimmt zu. Jedes Land soll selbst wählen, ob es dauerhaft bei Sommer- oder Normalzeit bleibt.
  3. Seitdem: Der Rat der EU-Mitgliedstaaten hat sich auf keine gemeinsame Position geeinigt. Ohne den Rat kann das Gesetz nicht in Kraft treten.
  4. Oktober 2025: Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez macht Druck. „Offen gesagt, sehe ich darin keinen Sinn mehr“, sagte er in einem Video auf X und forderte, schon 2026 keine Uhren mehr umzustellen. Im zuständigen Ministerrat wollte die Mehrheit der Staaten laut ORF aber erst eine Studie der Kommission abwarten.

Die Kommission sieht den Ball bei den Mitgliedstaaten. Nach Angaben ihrer Vertretung in Deutschland läuft eine Begleitstudie, die bis Ende 2026 fertig sein soll. Deutschland, Frankreich und die Niederlande haben laut t3n erklärt, sie hielten eine abgestimmte europäische Lösung für nötig und würden nicht im Alleingang entscheiden.

Der Knackpunkt: Das Parlament hat entschieden, die Mitgliedstaaten im Rat nicht. Solange dort keine gemeinsame Position steht, bleibt alles beim Alten.

Die Termine bis 2031 stehen schon fest

Die EU-Kommission hat im März 2026 im Amtsblatt (C/2026/1660) die Sommerzeit-Termine für die Jahre 2027 bis 2031 veröffentlicht. Das gehört zur geltenden Richtlinie 2000/84/EG, die solche Fünf-Jahres-Kalender vorsieht. Eine Abschaffung ist damit nicht ausgeschlossen, falls sich die Staaten doch noch einigen. Geplant wird aber erst einmal weiter mit zwei Umstellungen pro Jahr.

JahrBeginn Sommerzeit (2 → 3 Uhr)Ende Sommerzeit (3 → 2 Uhr)
202629. März25. Oktober
202728. März31. Oktober
202826. März29. Oktober
202925. März28. Oktober
203031. März27. Oktober
203130. März26. Oktober

Seit wann gibt es die Sommerzeit in Deutschland?

In der Bundesrepublik wurde die Sommerzeit 1980 wieder eingeführt, nachdem es sie zuvor schon zeitweise gegeben hatte. Ziel war, das Tageslicht besser zu nutzen. Heute regelt die EU-Richtlinie den Wechsel einheitlich für alle Mitgliedstaaten, damit Fahrpläne, Flüge und Handel im Binnenmarkt nicht durcheinandergeraten.

Ob die Umstellung nennenswert Energie spart, ist umstritten. Spürbar ist nach der Umstellung vor allem, dass es abends früher dunkel wird. Manche brauchen ein paar Tage, bis sich der Schlafrhythmus eingependelt hat.

Kurz zusammengefasst

  • Die Uhr wird am Sonntag, 25. Oktober 2026, von 3 auf 2 Uhr zurückgestellt.
  • Funkuhren und Smartphones (mit automatischer Zeiteinstellung) stellen sich selbst um, Auto- und Küchenuhren meist nicht.
  • Die Abschaffung ist seit 2019 im EU-Rat blockiert, die Termine bis 2031 sind bereits veröffentlicht.
  • Nächste Umstellung auf Sommerzeit: 28. März 2027.

Quellen: Vertretung der EU-Kommission in Deutschland, ORF, t3n, Richtlinie 2000/84/EG (EUR-Lex).